Eingewöhnung:Die ersten Wochen des Stillens

Die ersten Stillwochen sind für Sie und Ihr Baby eine faszinierende Übergangszeit. In dieser Zeit lernen Sie, wie sich das Stillen anfühlt, wie Sie die Hungersignale Ihres Babys erkennen und wissen, wann Ihr Milchspende- oder Milchspendereflex aufgetreten ist. Sie erfahren, ob Ihr Baby häufig zwischendurch nascht oder weniger häufige, aber längere Mahlzeiten bevorzugt, ob das Stillen es eher einschläfert oder anregt, ob es gerne zwischendurch innehält und Blicke mit Ihnen austauscht oder sich ganz aufs Stillen konzentriert, bis es satt ist ihre Füllung. Sie wird natürlich nicht immer auf die gleiche Weise stillen – genauso wie Sie nicht bei jedem Stillen in der gleichen Stimmung sein werden. Aber Sie werden anfangen, Stillsignale zu erkennen und darauf zu reagieren. Während Sie dies tun, werden Sie beide sich allmählich wohler fühlen, besser auf die Signale des anderen reagieren und einen einzigartigen Stillrhythmus entwickeln.

Wenn Sie nach Hause kommen, hat Ihr Baby im Idealfall bereits gelernt, sich richtig an die Brust anzulegen. Möglicherweise bevorzugt Ihr Neugeborenes zu diesem Zeitpunkt sogar eine Brust und neigt dazu, an der einen länger zu stillen als an der anderen. Es ist eine gute Idee, sie so lange stillen zu lassen, wie sie möchte. Denken Sie daran, dass sich der Inhalt Ihrer reifen Milch im Laufe des einmaligen Stillens von der etwas wässrigen Vormilch zu der cremigeren, fettreicheren Hintermilch ändert, die Ihr Baby wie jedes gute Dessert zufrieden und schläfrig macht. Indem Sie Ihrem Baby erlauben zu stillen, bis es satt ist (sobald es richtig angelegt ist), können Sie sicherstellen, dass es alle Vorteile der Muttermilch erhält.

Auch wenn sie eindeutig eine Brust der anderen vorzieht, ist es wichtig, dass Sie bei jeder Stillsitzung abwechselnd die Brust anbieten, die Sie zuerst anbieten. Dadurch wird sichergestellt, dass eine volle Milchzufuhr für beide Brüste stimuliert wird und dass so viel Milch wie möglich von jeder Brust entfernt wurde. Um sich daran zu erinnern, mit welcher Brust Sie anfangen sollen, ziehen Sie zunächst in Betracht, nach jedem Stillen eine Sicherheitsnadel von einer Seite Ihres Still-BHs zur anderen zu bewegen. Später wissen Sie, welche Brust sich voller anfühlt und beginnen dort mit der nächsten Fütterung.