Risiken und Prävention zukünftiger Frühgeburten

Ein Frühgeborenes stellt viele körperliche und emotionale Herausforderungen dar, daher ist es ganz natürlich, sich über Ihr Risiko für eine weitere Frühgeburt Gedanken zu machen (und sich vielleicht Sorgen zu machen), wenn Sie daran denken, ein weiteres Kind zu bekommen. Erfahren Sie mehr über Ihre Risiken und was Sie und Ihr Arzt tun können, um sie zu verringern.

Risiken zusätzlicher Frühgeburten

Frühere Frühgeburten sind einer der größten Risikofaktoren für ein weiteres Frühgeborenes. Das Risiko steigt, wenn Mütter mehr als eine Frühgeburt hatten, und sinkt, wenn Mütter nach einer Frühgeburt eine termingerechte Schwangerschaft haben.

Für spontane Frühgeburten:

  • Eine Mutter eines Frühgeborenen hat eine Wahrscheinlichkeit von etwa 15 %, eine weitere Frühgeburt zu bekommen.
  • Eine Mutter, die zwei Frühchen hatte, hat eine Wahrscheinlichkeit von etwa 40 %, eine weitere Frühgeburt zu bekommen.
  • Eine Mutter, die drei Frühchen hatte, hat eine Wahrscheinlichkeit von fast 70 %, eine weitere Frühgeburt zu bekommen.

Diese Zahlen beziehen sich nur auf Mütter, die eine spontane Frühgeburt hatten. Mütter, deren Wehen vorzeitig eingeleitet wurden oder die aus gesundheitlichen Gründen eine Frühgeburt hatten, wurden in diese Studien nicht eingeschlossen.

Mütter mit medizinisch indizierten Frühgeburten haben auch ein erhöhtes Risiko für zukünftige Frühgeburten – aufgrund der gleichen medizinischen Probleme, die zur ersten Frühgeburt geführt haben. Eine Studie aus dem Jahr 2006 ergab, dass die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt bei Müttern mit einer Vorgeschichte medizinisch indizierter Frühgeburten 2,5-mal höher ist als bei Müttern, die noch nie eine Frühgeburt hatten, im Gegensatz zu einer 3,6-mal höheren Wahrscheinlichkeit für Mütter mit einer Vorgeschichte spontaner Frühgeburten Geburten im Vergleich zu der Gruppe ohne Vorgeschichte von Frühgeburten.

Natürlich ist es zwar gut für Sie, die Realität zu kennen, aber Sie hängen Ihre Entscheidung, ein weiteres Kind zu bekommen, möglicherweise nicht an die offiziellen Daten. Sie sollten sich darauf konzentrieren, Ihr Möglichstes zu tun, um das Risiko zu verringern.

Was Sie tun können, um eine spätere Frühgeburt zu verhindern

Obwohl das Risiko eines weiteren Frühchens erheblich ist, bedeutet das Vorhandensein eines Frühchens nicht, dass Sie unbedingt ein weiteres bekommen werden. Viele Risikofaktoren können reduziert oder eliminiert werden, bevor Sie sich entscheiden, es erneut zu versuchen:

  • Mit der Empfängnis warten: Wenn Sie ein Frühchen hatten, empfehlen Experten, mindestens 18 Monate zu warten, bevor Sie erneut versuchen, schwanger zu werden. Das Risiko, ein zweites Frühchen zu bekommen, ist größer, wenn die Schwangerschaften näher beieinander liegen, und geringer, wenn sie weiter auseinander liegen.
  • Hören Sie auf zu rauchen: Das Rauchen von Zigaretten erhöht das Risiko einer Frühgeburt. Während der Schwangerschaft oder vor der Empfängnis mit dem Rauchen aufzuhören, ist eine der besten Möglichkeiten, das Risiko einer weiteren Frühgeburt zu verringern.
  • Infektion früh behandeln: Entzündungen und Infektionen spielen bei der Frühgeburt eine Rolle. Der genaue Zusammenhang ist unklar, aber Experten sind sich einig, dass jede bakterielle Infektion während der Schwangerschaft frühzeitig behandelt werden sollte. Antibiotika für nicht symptomatische Infektionen werden jedoch nicht empfohlen.
  • Jojo-Diät vermeiden: Frauen, die zwischen den Schwangerschaften viel Gewicht verlieren, haben ein höheres Risiko für eine Frühgeburt während der zweiten Schwangerschaft. Frauen mit einem Body-Mass-Index von weniger als 19,8 kg/m haben ebenfalls ein höheres Risiko für eine Frühgeburt, achten Sie also auf ein gesundes Gewicht.
  • Andere Gesundheitszustände verwalten: Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Nierenerkrankungen erhöhen alle das Risiko einer Frühgeburt. Ein besseres Management dieser Erkrankungen kann das Risiko verringern.

Ärztliche Intervention

Leider hat die medizinische Wissenschaft keinen sicheren Weg gefunden, um 100 % der Frühgeburten zu verhindern. In den letzten Jahren wurde jedoch viel darüber geforscht, wie vorzeitige Wehen erkannt, verhindert und gestoppt werden können, und es wurden einige beruhigende Ergebnisse gemeldet:

  • Erkennung: Jüngste Entdeckungen haben den Ärzten geholfen, festzustellen, ob bei einer Frau das Risiko einer bevorstehenden Frühgeburt besteht. Zervix-Ultraschall ist sehr erfolgreich bei der Erkennung früher Anzeichen vorzeitiger Wehen und kann bereits in der 16. Woche eingesetzt werden. Andere Untersuchungen des Blutes und der Vaginalsekrete der Mutter können dabei helfen, das Risiko genauer vorherzusagen.
  • Vorbeugung mit Progesteron: Wöchentliche Injektionen des Hormons Progesteron können helfen, eine Frühgeburt bei Müttern zu verhindern, die bereits eine Frühgeburt hatten. Die Injektionen werden normalerweise zwischen der 16. und 20. Schwangerschaftswoche begonnen und bis zur 37. Schwangerschaftswoche fortgesetzt.
  • Vorbeugung mit Cerclage: Eine Cerclage oder eine Naht im Gebärmutterhals wird seit vielen Jahren verwendet, um Frühgeburten bei Frauen zu verhindern, die eine Frühgeburt hatten. Studien zeigen, dass Cerclage hilfreich sein kann, und weitere Studien sind im Gange.
  • Vorbeugung durch Bettruhe und Medikamente: Obwohl Ärzte Frauen, die Anzeichen vorzeitiger Wehen zeigen, üblicherweise Bettruhe und Medikamente verschreiben, hat die Forschung noch nicht herausgefunden, dass beides viel zur Verhinderung einer Frühgeburt beiträgt. Weitere Studien sind im Gange.

Genau zu wissen, was die Risiken einer Frühgeburt sind und wie Ärzte eine Frühgeburt verhindern oder stoppen können, kann die Entscheidung, wieder schwanger zu werden, ein wenig leichter machen.

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