Hat Ihr Baby einen flachen Kopf?

Seit Ärzte seit den 1990er Jahren Eltern raten, Babys auf dem Rücken schlafen zu lassen, sind zwei wichtige Dinge passiert:

  1. Todesfälle durch SIDS sind zurückgegangen. Das Einschlafen von Babys auf dem Rücken reduziert das SIDS-Risiko erheblich.
  2. Die Zahl der Babys mit "Plattköpfen" hat zugenommen. In der Medizin wird es als positionelle Brachyzephalie bezeichnet, und obwohl es nicht unbedingt gefährlich ist, erfordert es manchmal eine Behandlung. Folgendes müssen Sie wissen, wenn Sie vermuten, dass Ihr Baby einen flachen Kopf hat.

Übersicht

Die American Academy of Pediatrics (AAP) erklärt, dass das Flachkopfsyndrom, manchmal auch als Schädelasymmetrie bezeichnet, was bedeutet, dass der Kopf nicht symmetrisch ist, normalerweise medizinisch nicht besorgniserregend und oft vorübergehend ist. Das häufigste Problem beim Flachkopfsyndrom besteht darin, sicherzustellen, dass der Kopf Ihres Babys aufgrund der Positionierung flach ist, und nicht aufgrund einer größeren Erkrankung, wie z. B. einer tatsächlichen Deformität oder eines zugrunde liegenden Problems mit dem Gehirn. In einigen seltenen Fällen kann beispielsweise eine Schädelerkrankung erst sichtbar werden, wenn das Baby einige Wochen oder Monate alt ist. Wenn Sie also vermuten, dass Ihr Baby einen flachen Kopf hat, sollten Sie es von einem Arzt untersuchen lassen.

Anzeichen und Symptome

  • Der Hinterkopf erscheint abgeflacht
  • Missgestaltige Kopfform, d. h. eine Seite des Kopfes erscheint flach, während die andere normal erscheint 
  • Frühgeborene sind auch anfälliger für Schädelanomalien, also achten Sie darauf, ob Ihr Baby zu früh geboren wurde

Risiken

Der AAP beschreibt, dass, obwohl das Flat-Head-Syndrom normalerweise nicht sehr gefährlich und leicht zu beheben ist, einige Komplikationen auftreten können. Wenn der flache Kopf beispielsweise durch ein zugrunde liegendes Problem mit den Nackenmuskeln verursacht wird, das Ihr Baby nicht dazu bringt, seinen Kopf richtig zu heben, kann Ihr Baby Muskelschäden erleiden oder sogar Blutungen im Muskel entwickeln. Und jedes Mal, wenn Ihr Baby zu lange in einer Position gelassen wird, kann es zu einem Teufelskreis kommen – seine Nackenmuskeln entwickeln sich nicht richtig genug, um ihm die Kraft zu geben, seinen Kopf zu heben, also bleibt es in dieser Position und dem Muskel könnte tatsächlich dauerhaft straffen und verkürzen.

Diagnose und Behandlung

Das erste, was Ihr Arzt tun wird, wenn ein flacher Kopf vermutet wird, ist, Ihr Baby auf neurologische oder andere körperliche Anomalien zu untersuchen. Wenn Ihr Baby Entwicklungsmeilensteine ​​richtig erreicht und es keine anderen Probleme gibt, kann die Kopfform Ihres Babys in einigen Fällen durch einfache Positionsänderungen zu Hause oder unterwegs korrigiert werden. Wenn der Zustand mild ist, kann es helfen, den flachen Kopf zu korrigieren, wenn Sie Ihrem Baby mehr Bauchzeit geben oder es in einer Trage tragen, damit es beispielsweise eine „Pause“ vom Liegen auf dem Hinterkopf hat.

In anderen Fällen kann Ihr Arzt Ihrem Baby einen Helm verschreiben, den er tagsüber und nachts tragen muss, damit sich der Schädel richtig entwickelt.

Vorbeugung

Das Beste, was Sie tun können, um das Flachkopfsyndrom zu vermeiden, ist, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, damit Ihr Baby die Krankheit nicht von Geburt an entwickelt. Sie sollten Ihr Baby zwar immer auf dem Rücken schlafen lassen, aber Sie können auch sicher sein, dass Sie:

  • Ändern Sie häufig die Position Ihres Babys. Lass sie nicht zu viel Zeit an einer Stelle verbringen. Versuchen Sie auch zu Hause, Ihr Baby beispielsweise von der Schaukel auf die Wippe oder auf den Boden zu bringen. Achten Sie darauf, dass er nicht zu viel Zeit an Orten schläft, die nicht sein Bettchen sind, wie zum Beispiel auf dem Autositz.
  • Üben Sie viel überwachte Bauchlage ein. Streben Sie mindestens zwanzig Minuten am Tag an, aber je mehr desto besser, besonders wenn Sie befürchten, dass Ihr Baby einen flachen Kopf entwickelt.
  • Versuchen Sie es mit einer Babytrage. Die Verwendung einer Babytrage, mit der Ihr Baby nach innen zu Ihrer Brust schauen kann, kann dazu beitragen, den Kopf Ihres Babys etwas zu entlasten und gleichzeitig die Nackenmuskulatur zu stärken.